In Perfect Harmony – Bild und Rahmen / Picture + Frame 1850 – 1920“ (1995 Amsterdam/Wien) ist seit vielen Jahren ein Referenzwerk für Restauratoren, Rahmenmacher, Kunsthistoriker und Künstler. Es basiert auf der Dissertation "Künstler rahmen ihre Bilder. Rahmungskonzepte zwischen Akademie und Sezession" (1991). Besprochen werden hier u.a. Werke von Franz von Lenbach, Arnold Böcklin, Dante Gabriel Rossetti, William Holman Hunt, James McNeill Whistler, Franz von Stuck, Gustav Klimt, Edgar Degas, Camille Pissarro, Georges Seurat, Vincent van Gogh, Edvard Munch, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Giacomo Balla, Pablo Picasso, Theo vam Doesburg, Arthur Segal, Pablo Picasso, Oskar Schlemmer, Piet Mondrian, Salvador Dalí.... weitere Publikationen zu diesem Thema auf dieser Website unter "Publizistik". Zahlreiche Gutachten, u.a. Galerie Neue Meister, Dresden, Albertina, Wien, Detroit Art Museum, Museum of Modern Art, New York, Werner Murrer Rahmen, München....; Fellow des Center for the Advanced Studies in the Visual Arts der National Gallery of Arts, Washington D.C.; 2013 in 317 Bibliotheken weltweit zur Ausleihe: http://www.worldcat.org/title/in-perfect-harmony-picture-frame-1850-1920/oclc/032749043

Aus der Einleitung: "Viele bedeutende Künstler haben in der Vergangenheit Bild und Rahmen als Einheit verstanden und ihre Rahmen selbst entworfen. Diese Tatsache ist aus mehreren Gründen wenig bekannt: Bilder werden im allgemeinen nicht mit ihren Rahmen inventarisiert oder dokumentiert und nur in Ausnahmefällen gemeinsam mit den Rahmen reproduziert. Sobald Bilder ihre Besitzer wechseln, erhalten sie häufig einen Rahmen, der den Wünschen des Eigentümers entspricht und der sie in die neue Umgebung einpasst. (...) ein Domestiezierungsprozess, von dem vor allem die Werke "konfliktorientierter" Künstler - wie zum Beispiel der Impressionisten - betroffen waren. (...) Erst in der Zusammenschau der Quellen wird deutlich, dass das vom Künstler gerahmte Bild seit dem 19. Jahrhundert zum Symbol der Erneuerung in Malerei, Kunstgewerbe, Innenarchitektur und Ausstellungsgestaltung werden konnte. Unabhängig voneinander entwickelten Maler in den Kunstzentren Europas individuelle Rahmentypen und Ornamente, sie experimentierten mit handwerklichen Techniken und Materialien. Prunkvolle Einzelrahmen entstanden ebenso wie Prototypen neuer Ausstellungsrahmen und damit auch moderne Formen der Bildpräsentation. Die neuen Rahmen sind ästhetisch auf die Bilder, die sie umgeben, abgestimmt. Sie repräsentieren darüber hinaus den ideellen Standort des Künstlers. (...) Die Umgebung des Bildes wurde für so wichtig, dass manche Künstler temporär zu Architekten oder Designern wurden. (...)."  Fast 20 Jahre nach Erscheinen dieses Buches in Zusammenhang mit den international besprochenen Ausstellungen "In Perfect Harmony - Picture and Frame 1850 -1920" im Van Gogh Museum in Amsterdam und "Bild und Rahmen der Moderne von Van Gogh bis Dalí" im Kunstforum der Bank Austria in Wien scheint die Problemstellung aktueller denn je zu sein.

01.01.2010

Zur Rahmung von Malevich und Zeitgenossen

Recherche und Artikel über Rahmenkonzepte der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts für die Ausstellung "Kasimir Malewitsch und der Suprematismus in der Sammlung Ludwig" in Köln.
30.11.2009

Gutachten Franz von Stuck, Dresden

Beratung und Gutachten: Neurahmung eines der Hauptwerke von Franz von Stuck: Das Verlorene Paradies, 200 x 290 cm, Öl auf Leinwand, 1897, Galerie Neue Meister Dresden
06.05.2009

Vortrag Meditationen über ein Bild von Thomas Bechinger, in Zusammenarbeit mit Werner Murrer und den Neuen Werkstätten, München

Rahmen aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung Werner Murrer und ein Bild von Thomas Bechinger: Ein antiker schwarzer Rahmen aus der Sammlung Werner Murrer und ein Bild, das der Künstler Thomas Bechinger in diesen von ihm ausgesuchten Rahmen hinein gemalt hat, waren Ausgangspunkt für ein Ausstellungs-Experiment in den Neuen Werkstätten, das sich als perfekte Symbiose von Geschichte, Kunst und Handwerk – passend zum traditionsreichen Ort München - erweist.

Neue Werkstätten, Promenadeplatz 8, 80333 München

www.neue-werkstaetten.de
www.murrer-rahmen.de   
http://www.neue-werkstaetten.de/aktuell/nw-news/Einladung-Murrer.pdf
13.06.2008

Köln, Vortrag und wissenschaftliche Publikation

"Impressionisten: Konzepte der Bildpräsentation und Restaurierungsansätze - Versuch eines Resümées im Jahre 2008“ im Rahmen des internationalen Symposiums „Neueste Forschungen zur Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus“, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln, erschienen in der Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung, Heft 2/2008 mit englischem und französischem Resümee. 
09.08.2006

München, bibliophiles Buch

Rahmenkunst am Beispiel expressionistischer Meisterwerke Hartung-Gorre Verlag, Konstanz 2006, 36 S.
www.murrer-rahmen.de
Die adäquate Rahmung der Malerei der frühen Moderne des 19. und des 20. Jahrhunderts bedeutet eine wachsende Herausforderung nicht nur für Kunsthistoriker und Restauratoren, sondern vor allem auch für Sammler und Bildeinrahmer. Besonders anspruchsvoll ist der Umgang mit Meisterwerken des Impressionismus und des Expressionismus, deren ursprüngliche, von den Künstlern gestaltete Rahmen meistens verloren gegangen sind. Im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit Werner Murrer.
24.08.1995

Wien, Gastkuratorin

Bild und Rahmen der Moderne, von Van Gogh bis Dalí
Kunstforum der Bank Austria

“Eine von Eva Mendgen sorgfältig betreute Ausstellung beschäftigt sich mit den Rahmen-Bedingungen von Kunst.” (NZZ 7.09.1995); „Statt durch Architektur werden die einzelnen Meisterwerke durch Theaterscheinwerfer hervorgehoben: Bei den rahmenlosen Malewitsch und Rodtschenko kommt es zu einem fast sternenhaften inneren Leuchten…Neben Wichtigkeit und Faszination des Themas ist diese Ausstellung mit erstrangiger Auswahl sicher Höhepunkt im Angebot 1995.“ (Wiener Zeitung 10.09.1995)
„Das Wohltuende an dieser Ausstellung ist, dass hier keine Kulturgeschichte des Rahmenbaus vorgezeigt wird, sondern mehr eine Beleuchtung der Bild-Rahmen-Problematik aus ästhetischer Sicht.“ (Dresdner Neueste Nachrichten 18.10.1995)
31.03.1995

Amsterdam, Gastkuratorin

„In Perfect Harmony – Picture + Frame 1850 – 1920“, Van Gogh Museum  
„Die Ausstellung (In Perfect Harmony) ist wissenschaftlich solide und ein Fest für’s Auge.“ (Deutsche Welle, 31.3.1995), „hochkarätige Schau“ (FAZ 17.5.1995); „Zum ersten Mal unternehmen damit Kunsthistoriker und Restauratoren die gemeinsame Anstrengung, die Geschichte der Bilderrahmen zu dokumentieren und zugleich die Wechselwirkung zwischen Werk und Rahmen zu untersuchen.“ (TAZ 18.5.1995;  „Was „Kontext“ bedeutet, …, wird für die Besucher ebenso anschaulich gezeigt wie die Tatsache, dass jede museale Präsentation willkürlich ist. Ein historischer Zusammenhang ergibt sich daraus wie von selbst, ohne in die überholte Stilhierarchie zu verfallen. Unterschiede und Fragen bleiben stehen. Und vielleicht erfährt man gerade deshalb mehr über die Kunst aus jener Zeit als in den meisten enzyklopädischen, monographischen Ausstellungen.“ (NZZ 21.04.1995); „It will be of enormous interest to any scholar and general reader concerned with the history of modern art and design.“ (Domus Nr.780, March 1996);
15.12.1991

Bonn, Promotion

Künstler rahmen ihre Bilder – Zur Geschichte des Bilderrahmens zwischen Akademie und Sezession: Lenbach, Böcklin, Stuck, Klimt, Hunt, Rossetti, Whistler, Degas, Pissarro, Seurat, Van Gogh, Inaugural-Dissertation Universität Bonn, erschienen im Hartung-Gorre Verlag in Konstanz 1991, 443 S., 123 Abb.